MP3, Dauer 3 Stunden 24 Minuten,
Pelevins frühe Geschichte spielt vor dem Hintergrund der Perestroika und bietet sogar eine fantastische Erklärung ihrer Ursachen.
Die Hauptfigur der Geschichte ist Vera, eine Putzfrau in einer öffentlichen Toilette. Sie interessiert sich für das philosophische System des Solipsismus und führt ein reiches kulturelles Leben, das diskret und unaufdringlich von einer Freundin aus der Toilette nebenan geführt wird. Irgendwann enthüllt eine Freundin Vera das Geheimnis des Lebens, obwohl sie seinen Sinn nicht preisgeben kann. Das Geheimnis erweist sich als sehr einfach, und im Laufe der Geschichte wird dieses Geheimnis recht schnell klar – alles läuft nach unseren Wünschen. Vera möchte Bilder und Musik auf der Toilette.
Dies ist der Beginn der Ereignisse, Demonstrationen beginnen, der Slogan „Das Perestroika-Paradigma hat keine Alternative!“ wird in der Toilette vergessen, woraufhin die Institution privatisiert wird. Der neue Besitzer hängt Bilder auf, Vera legt jetzt auch Musik auf, damit die ersten aufgeregten Besucher zu Bachs Musik die Toilette benutzen. Veras Wunsch ist bereits in Erfüllung gegangen, aber die Perestroika geht weiter und statt einer Toilette gibt es nun einen Luxusladen.
Das Einzige, was Vera nicht versteht, ist, warum Menschen und Dinge aussehen, als wären sie in Scheiße, und hinter der Wand das Rauschen eines Baches zu hören ist. Am Höhepunkt der Geschichte bricht die grandiose Illusion zusammen, ein Strom aus Scheiße überschwemmt alles und trägt Vera zum Jüngsten Gericht. Der Solipsismus wird dort mit ewigem Verbleib in der sowjetischen realistischen Prosa bestraft, aber dort ist schon alles besetzt. - Was zu tun ist? - fragt der Richter. Infolgedessen wird Vera in dem Buch, das während der sowjetischen Schulzeit studiert wurde, als Vera Pawlowna aufgeführt: „Was ist zu tun?“ Tschernyschewski. Und alles, was jetzt passiert ist, entpuppt sich als nächster, neunter Traum von Vera Pawlowna, der den Leser seit der Schulzeit auf die Nerven geht.